Welche Auswirkungen die Dauerbaustelle in Richtung Kernstadt auf das Alltagleben der Nanzenbacher hat, wurde einmal mehr deutlich, als Julia Höhl, die Leiterin der örtlichen Grundschule, am Freitagnachmittag ihr diesjähriges Schulfest eröffnete. „Wir haben in diesem Schuljahr so gut wie keine Ausflüge unternommen, weil sie wegen der großem Umleitung kaum machbar waren“, sagte sie vor gewiss 150 Besuchern.

2018 06 10 schulfest 2Deswegen hatten sie und ihre Kolleginnen kurzerhand die „Kammerpuppenspiele Bielefeld“ ins Dorf geholt. Aber auch deren Vorstellung wäre ohne größere Unterstützung nicht möglich gewesen. Aufgeführt wurde in der Kirche, und die Stadt bezahlte den Bühnenaufbau. Zudem hatten der Dillenburger Lionsclub, die Nanzenbacher Fastnachtsmännchen, die Veranstalter der Kinderkleiderbörse und einige Privatleute mit Spenden dazu beigetragen, dass die Tickets zu mäßigen Preisen verkauft werden konnten.

Das Engagement der Bielefelder freilich war ein Glücksgriff. „Der kleine Drache Kokosnuss“ hieß das Stück, und Stefan Kühnel zog mit seinem Kollegen Alexander Mockel im Hintergrund die Kinder mitsamt den Erwachsenen 75 Minuten lang in den Bann. Dazu trugen vor allem ihre großen bunten Figuren sowie der überdimensionale und ebenso farbenprächtige Bühnenaufbau bei.

Danach verlagerten sich die Aktivitäten für drei weitere Stunden auf das unmittelbar benachbarte Schulgelände. Während die Kinder sich mit allerlei Spielen beschäftigen konnten, ließen es sich die Eltern und sonstigen Verwandten bei allerlei Häppchen und kalten Getränken gut gehen.

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Der Erlös eines Kinderflohmarktes ist für das Patenkind Madinah in Uganda vorgesehen – ein Mädchen, das seit einem Jahr von Nanzenbach aus unterstützt wird und zu dem auch Kontakte gepflegt werden.