Aktuelles

2018 05 09 hohlbruecke wsDie beiden Baustellen, die die Nanzenbacher seit geraumer Zeit zu immensen Umwegen zwingen, sollten schon vor Monaten fertiggestellt sein. Doch mit einem Blick erkennt man unschwer: Bis hier wieder Fahrzeuge fahren, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern!

Die Erneuerung der Auffahrrampe zur Hohlbrücke und die Sanierung der selben sollte schon im Dezember 2017 fertiggestellt sein. Baubeginn war der 26. September 2016 - vor nunmehr 19 Monaten. Das Bauende ist laut Internetseite von Hessen Mobil (http://bit.ly/3362hohl) auf „voraussichtlich III. Quartal 2018“ terminiert; also irgendwann im Juli, August oder September. Die Baustelle könnte somit eine Bauzeit von gut 24 Monaten aufweisen, statt der geplanten 16 Monate.

Trostpflaster der Verzögerung könnte sein, dass relativ zeitgleich der Neubau der Landstraße 3362 zwischen Dillenburg und Nanzenbach fertiggestellt ist. Diese Baustelle, begonnen vor rund 8 Monaten, am 9. Oktober 2017, sollte bereits Ende März fertiggestellt sein. Überraschend gefundene Stollen ehemaliger Gruben, zwei Erdrutsche an unzureichend befestigten Hängen in der Baustelle sowie der unvorhersehbare Wintereinbruch, vor dem viele Nanzenbacher eindringlich gewarnt hatten, sorgen bereits für eine, per Pressemitteilung angekündigte, Verzögerung bis Ende Juni. Doch auch hier zeigt sich den Spaziergängern ein Bild, welches schon jetzt erahnen lässt, dass dieser Zeitrahmen vermutlich nicht einzuhalten ist. Ob die Straße vor August, also Mitte des III. Quartals, befahrbar ist, wird sich zeigen.

Welche Auswirkungen die Dauerbaustelle in Richtung Kernstadt auf das Alltagleben der Nanzenbacher hat, wurde einmal mehr deutlich, als Julia Höhl, die Leiterin der örtlichen Grundschule, am Freitagnachmittag ihr diesjähriges Schulfest eröffnete. „Wir haben in diesem Schuljahr so gut wie keine Ausflüge unternommen, weil sie wegen der großem Umleitung kaum machbar waren“, sagte sie vor gewiss 150 Besuchern.

2018 06 10 schulfest 2Deswegen hatten sie und ihre Kolleginnen kurzerhand die „Kammerpuppenspiele Bielefeld“ ins Dorf geholt. Aber auch deren Vorstellung wäre ohne größere Unterstützung nicht möglich gewesen. Aufgeführt wurde in der Kirche, und die Stadt bezahlte den Bühnenaufbau. Zudem hatten der Dillenburger Lionsclub, die Nanzenbacher Fastnachtsmännchen, die Veranstalter der Kinderkleiderbörse und einige Privatleute mit Spenden dazu beigetragen, dass die Tickets zu mäßigen Preisen verkauft werden konnten.

Das Engagement der Bielefelder freilich war ein Glücksgriff. „Der kleine Drache Kokosnuss“ hieß das Stück, und Stefan Kühnel zog mit seinem Kollegen Alexander Mockel im Hintergrund die Kinder mitsamt den Erwachsenen 75 Minuten lang in den Bann. Dazu trugen vor allem ihre großen bunten Figuren sowie der überdimensionale und ebenso farbenprächtige Bühnenaufbau bei.

Danach verlagerten sich die Aktivitäten für drei weitere Stunden auf das unmittelbar benachbarte Schulgelände. Während die Kinder sich mit allerlei Spielen beschäftigen konnten, ließen es sich die Eltern und sonstigen Verwandten bei allerlei Häppchen und kalten Getränken gut gehen.

2018 06 10 schulfest 1

Der Erlös eines Kinderflohmarktes ist für das Patenkind Madinah in Uganda vorgesehen – ein Mädchen, das seit einem Jahr von Nanzenbach aus unterstützt wird und zu dem auch Kontakte gepflegt werden.

In einer eigenen Galerie werden von nun an immer mal wieder Bilder über den aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Landstraße zwischen Dillenburg und Nanzenbach veröffentlicht.

Hier geht's zur Galerie

2017 10 13 l3362 as 003